Rund um HetlingenInformationenAktuelles / TermineThemenImpressum/Kontakt

Amt Haseldorf wird aufgelöst

Auflösung des Amtes Haseldorf
Zum 01. Januar 2017 wird das Amt Haseldorf aufgelöst und seine drei Gemeinden Haselau, Haseldorf und Hetlingen in das Amt Geest und Marsch Südholstein eingegliedert. Bis zum 31. Dezember 2016 steht Ihnen noch die Stadt Uetersen für Ihre Anliegen und Anfragen sehr gerne zur Verfügung. Einen Flyer im pdf-Format mit weiteren Informationen finden Sie angefügt.

Flyer im pdf-Format zum Download Informationen über die Eingliederung der Gemeinden des Amtes Haseldorf in das Amt Geest und Marsch Südholstein [383 KB] sowie Öffnungszeiten, Telefonnummern und Zuständigkeiten.

Wedel-Schulauer Tageblatt 16.12.2016

LETZTE AMTSAUSSCHUSSSITZUNG
: Leiser Abschied vom Amt Haseldorf
Die Auflösung erfolgt zum 31. Dezember. Diskussion über Zehn-Millionen-Euro-Investition.

HETLINGEN/HASELDORF/HASELAU | Die Beerdigung des Amts Haseldorf hat in aller Stille stattgefunden. Bei der letzten Sitzung des Amtsausschusses vor der Auflösung zum 31. Dezember waren ausschließlich Kommunalpolitiker und zwei Mitarbeiter der Uetersener Stadtverwaltung. Neben den Ausschussmitgliedern gab es mit den Gemeindevertretern Helmut Schuebbe (CDU) aus Haseldorf und Ralf Hübner von der Freien Wahlgemeinschaft Hetlingen nur zwei Zuhörer in der Hetlinger Feuerwache.

Wehmut schwang mit, als Amtsvorsteher Rolf Herrmann (CDU) noch einmal seine Beweggründe für seine entscheidende Zustimmung zur Auflösung erklärte. „Mein Handeln war richtig, um Schaden fernzuhalten“, sagte der Haselauer Bürgermeister. Hübner nutzte die Einwohnerfragestunde, um nach den Umbau- beziehungsweise Neubauplänen für das Moorreger Amtshaus zu stellen (unsere Zeitung berichtete). Die zum Amt Haseldorf gehörenden Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen gehören ab 1. Januar 2017 zum Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums), bisher Amt Moorrege. Herrmann erläuterte, dass das Amtshaus in Moorrege erweitert werden könnte, dann aber das Grundstück ausgereizt sei. Er griff den Vorschlag des Holmer CDU-Fraktionschefs Uwe Hüttner auf, der in der jüngsten Sitzung des Moorreger Amtsausschusses die Idee für eine kostengünstige Variante ins Spiel gebracht hatte, indem die große Blutbuche neben dem Amtshaus gefällt und dafür Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. „Noch ist die Blutbuche kein Naturdenkmal“, betonte Herrmann. Dies aber könne sich schnell ändern.

Herrmann berichtete, dass die Gemeinden, so auch Haselau, von der Verwaltung aufgefordert wurden, Grundstücke für einen möglichen Neubau zu melden. Sie sollen mindestens 5000 Quadratmeter groß und verkehrsgünstig gelegen sein, wie beispielsweise das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Rieprich an der Bundesstraße 431 neben dem Heistmer Friedhof. Um diese Fläche ging es übrigens Montagabend während der Sitzung der Heistmer Gemeindevertretung. Das Areal wurde aus dem Dorfentwicklungskatalog für Wohnbebauung gestrichen. Derzeit werde heiß diskutiert, so Herrmann, ob auf der Rieprichfläche ein Zentrum entstehen könnte, denn die Raiffeisenbank Elbmarsch wolle in Heist neu bauen und den derzeitigen Standort im Großen Ring 14 aufgeben.

Auch die im Gespräch stehenden Kosten – ein Umbau wird auf 5,5 Millionen Euro ein Neubau auf zehn Millionen geschätzt – stieß sauer auf. Es sei von Umbaukosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro die Rede gewesen, warf Gunter Küchler von den Freien Wählern Haselau ein. „Sonst hätten wir eine ganz andere Entscheidung getroffen“, betonte er. Diese niedrige Summe bestätigte auch Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU). Herrmann sagte, dass die Gemeinde Moorrege ebenfalls nur eine Investition von 1,5 Millionen für notwendig erachtet.

Nach der Unterzeichnung der Entlassungsurkunde zum 31. Dezember gab es für Herrmann ein Lob zum Abschied. „Du warst für mich der Ritter der traurigen Gestalt, Du wolltest alles Zusammenhalten“, würdigte Boris Steuer (SPD) aus Haseldorf das Engagement des Amtsvorstehers. Und er bestätigte: „Du hast einen guten Job gemacht.“

Von Andrea Stange, Wedel-Schulauer Tageblatt / Pinneberger Tageblatt, 16.12.2016