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Kinder- und Jugendbeirat

Positive Bilanz des Hetlinger Kinder- und Jugendbeirats / Sechs Schüler kandidieren für zweite Amtszeit

Eine super Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen, aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen und viel Neues kennenzulernen“. So erlebten Julius Körner und seine Mitstreiter den ersten Kinder- und Jugendbeirat der Gemeinde Hetlingen. Ein Jahr lang dauerte ihre Amtszeit. Jetzt stehen Neuwahlen an, diesmal für zwei Jahre. Im „Hetlinger Treff“ kam das Gremium noch einmal zusammen, um die letzten Wahlvorbereitungen abzusegnen. Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) und Hanna Wegner von der Stadtverwaltung Uetersen waren wie immer dabei und machten damit die Wertschätzung deutlich, die der Beirat inzwischen genießt. Gemeindevertreter Oliver Schönfeldt (CDU) gesellte sich zu ihnen, auch er saß nicht zum ersten Mal in der Runde.

Gewählt wird am 21. und 22. Mai von 15 bis 20 beziehungsweise 15.30 bis 19 Uhr im Jugendraum, Hauptstraße 65, und am 24. Mai von 14 bis 18 Uhr in der Grundschule. Wahlberechtigt sind alle Hetlinger im Alter von acht bis 21 Jahren. Außer dem 16-jährigen Körner stellen sich vier 17-Jährige zur Wahl, Anika Koskowski, Janne Martinsteg, Florian Kleinwort und Bennett Skibbe. León Gerhartz ist mit 14 der jüngste der Kandidaten.

Bei der Wahl vor einem Jahr lag die Wahlbeteiligung bei 36 Prozent. Ein gutes Ergebnis, das die Repräsentanten der Hetlinger Jugend aber gern noch toppen möchten. Eingehend diskutierten sie deshalb die Vorschläge für ein attraktives Plakat, das an vielen Plätzen im Dorf aufgestellt werden soll. In den Klassen der Grundschule werden die Jungpolitiker zudem persönlich antreten, um für den Urnengang Stimmung zu machen.

Aber wie erreichen sie all diejenigen, die aus dem Grundschulalter heraus sind? Auch da sind die sechs Kandidaten optimistisch, denn viele besuchen, wie sie selbst, das Johann-Rist-Gymnasium in Wedel. „Die kennen wir alle“, meinen die sechs lässig, und auch sonst gebe es im Dorf keine Jugendlichen, die sie nicht persönlich erreichen könnten.

Über das, was sie in ihrer nächsten Amtszeit erreichen wollen, haben die Kandidaten ebenfalls sehr konkrete Vorstellungen: Der Schulwald soll erlebbarer werden. Das gehört zu ihrem Bestreben, Hetlingen als Schulstandort zu stärken. Alle Kinder sollen von Verbesserungen der Spielplätze profitieren und für die Älteren, die weiterführende Schulen in Wedel oder Uetersen besuchen, geht der Kampf um Zuschüsse zum Fahrgeld weiter.

Da schöben sich Land und Kreis gegenseitig den Schwarzen Peter zu, bemängelte Beiratsvorsitzender Körner in seinem Tätigkeitsbericht. Die bisherigen Anstrengungen hätten den Kinder- und Jugendvertretern allerdings schon eine Menge Aufmerksamkeit verschafft. Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier (CDU) habe vorgeschlagen, das Anliegen im November in Kiel im Rahmen der Veranstaltung „Jugend im Landtag“ zur Sprache zu bringen. Auch mit Thomas Hölck, für die SPD im Landtag, stehe er in Briefkontakt, so Körner.

15.05.2015 Wedel-Schulauer Tageblatt von olz

Am 25.04.2015 fand ein BNE-Workshop „Nachhaltige Mode - Ein Widerspruch?“ für die Jugendlichen statt.

Workshop zum Thema „Nachhaltige Mode – ein Widerspruch?“ mit dem Kinder- und Jugendbeirat

Am 25. April war Tina Müller von der Copenhagen Business School in unserer Grundschule zu Gast. Aufgrund unserer UNESCO-Auszeichnung in der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE, hat sie für interessierte Jugendliche einen Workshop zum Thema „Nachhaltige Mode - ein Widerspruch?“ angeboten.
Dieser baut auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite auf, die Grafiken und Filme dienten hervorragend der Anschaulichkeit der umfassenden Themen.
Im Mittelpunkt standen dabei die Produktionskette unserer Kleidung und die Problematiken in den involvierten Ländern, aber auch die Möglichkeiten für eine Weiternutzung nicht mehr benötigter Kleidung. Bei uns Teilnehmern wurde das Bewusstsein geschärft, dass Spenden, Verkaufen und Tauschen für alle Beteiligten bessere Alternativen zum Trend der „Wegwerfmode“ sind.
Ich bin mir sicher, dass der Verbraucher durch solche Bildungsmaßnahmen dazu befähigt wird, verantwortlich im Sinne jetziger und zukünftiger Generationen zu handeln. Dieses nachhaltige Handeln muss bei jedem ganz persönlich anfangen, nicht „von Oben“ vorgeschrieben werden. Und genau das ist BNE, wie es in der Gemeinde gelebt wird, wie es verstetigt und ausgebaut werden soll. Als Kinder- und Jugendbeirat wollen wir daran arbeiten.

Julius Körner
Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates

KINDER- UND JUGENDBEIRAT HETLINGEN : Der Schulbus ist einfach zu teuer
Der Hetlinger Kinder- und Jugendbeirat will die Schülerbeförderungssatzung kippen. Die Oberstufe zahlt das Fünffache.

Knallhart Politik machen – das wollen die Mitglieder des im Frühjahr gewählten Kinder- und Jugendbeirats Hetlingen. Die Nachwuchsvertreter haben die Schülerbeförderungssatzung des Kreises Pinneberg auf’s Korn genommen. Der Grund: Ab Klassenstufe 11 – also ab der Oberstufe an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen – müssen Eltern die Fahrtkosten für die Schüler selbst übernehmen. „Das schlägt mit 460,80 Euro im Jahr zu Buche“, beschweren sich Beirats-Chef Julius Körner und sein Vize Florian Kleinwort. Und sie haben den Fachdienst Jugend und Bildung der Kreisverwaltung Pinneberg angeschrieben.

Während laut Kreis-Satzung Kosten für die Beförderung der Jungen und Mädchen, die ihren Wohnsitz nicht am Schulstandort haben, bis einschließlich der zehnten Klasse vom Kreis und den Schulträgern bezuschusst werden, haben Oberstufenschüler das Nachsehen. Ein Hetlinger bis Klasse 10, der in Wedel zur Schule geht, muss einen Eigenanteil von 90 Euro pro Jahr – 7,50 Euro im Monat – für die Kreiskarte bezahlen. „Diese Verfünffachung des Eigenanteils halten wir für nicht gerechtfertigt“, heißt es in dem Schreiben.

Aus Sicht der Beiratsmitglieder sei eine Eigenbeteiligung selbstverständlich. Auch einer Anhebung für Oberstufenschüler stimmen die Jugendräte zu, „da die Meisterung des Schulweges für ältere Schüler weniger Hürden bereitet“. „Trotzdem ist die Strecke, gerade im Winter, nicht ohne Weiteres zu bewältigen“, betont Körner. Der Rat hält jedoch die „exorbitante Steigerung der Eigenbeteiligung für unverhältnismäßig. Körner: „Wir würden eine Diskussion darüber sehr begrüßen.“ Der Hetlinger Nachwuchs wartet nun „freundlichst“ auf Stellungnahme.

23.10.2014, Wedel- Schulauer Tageblatt, von Andrea Stange

Kraftvoller Start der Jugend
Julius Körner (15) ist Chef des neu gewählten Kinder- und Jugendbeirats der Gemeinde Hetlingen

Hetlingens amtierender Bürgermeister Michael Rahn (Freie Wahlgemeinschaft) machte es feierlich: „Das ist ein historischer Handschlag“, betonte der Kommunalpolitiker, als er am Donnerstagabend im „Hetlinger Treff“ die Mitglieder des ersten Kinder- und Jugendbeirats verpflichtete. An der konstituierenden Sitzung nahmen neben den sieben gewählten Jugendlichen zahlreiche Erwachsene teil, unter ihnen auch die erst kürzlich zurückgetretene Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) sowie Gemeindevertreter.

Vier Posten wurden an diesem Abend verteilt, die Wahlen waren alle einstimmig. Vorsitzender wurde Julius Körner (15). „Du schaffst das“, rief ihm Rahn aufmunternd zu. Sein Stellvertreter ist Florian Kleinwort (16), Kassenwart wurde Bennett Skibbe (16) und Leon Gerhartz (13) Schriftführer.

Körner entpuppte sich als wortgewandter Polit-Profi, nutze das Forum für eine „kleine Bedankungsrunde“. Lob gab es nicht nur für die 69 Hetlinger Kinder und Jugendlichen, die sich an der Wahl des siebenköpfigen Gremiums beteiligten, sondern auch für die Ideengeber – die CDU-Fraktion. „Ohne die CDU würde es den Rat so nicht geben“, betonte Körner. Und erweiterte den Dank an die Freie Wahlgemeinschaft, die die Initiative ebenfalls stets unterstützt habe. Körner: „Barbara Ostmeier und Michael Rahn haben uns sehr geholfen.“ Ostmeier, die auch Landtagsabgeordnete ist, erwiderte das Lob: „Ihr wart von Anfang an sehr, sehr vollzugsorientiert.“

Beschlossen wurde, eine Facebook-Seite einzurichten. Auch ein Sachthema gibt es: Die Beiratsmitglieder finden es ungerecht, dass es kein Geld für Busfahrkarten von Schülern der gymnasialen Oberstufe gibt. Nun soll geprüft werden, ob der Kreis in die Pflicht genommen werden kann. Körner: „Wir wollen die Gemeinde nicht belasten.“

Kleinwort hat die Aufgabe übernommen, einen Fragebogen zu entwerfen. Der Hetlinger Nachwuchs soll kund tun, welche Themen interessant sind. Die nächste Sitzung ist für Dienstag, 23. September, angesetzt.

13.06.2014, Wedel-Schulauer Tageblatt