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Neujahrsempfang 2017

HETLINGEN | Bürgermeisterin Monika Riekhof hatte viele Themen für ihre Rede zum Neujahrsempfang zusammengetragen, denn das Jahr 2016 hatte es in sich: Los ging es mit dem Ende des Amtes Haseldorf und damit dem Anschluss der Gemeinde Hetlingen an das Amt Moorrege, inzwischen Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums). Das Dorf selbst wurde zur „Kommune mit Auszeichnung“ als Belohnung des jahrelangen Engagements für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Und dann waren da noch die „Tage des Ausnahmezustands“: Die hatte das riesige Container-Schiff „Indian Ocean“ auf dem Gewissen. Sechs Tage lang steckte es im Februar fest und lockte Gaffer aus nah und fern an den Deich. „Stau zwischen Holm und Hetlingen war plötzlich die Regel“, erinnerte sich Riekhof schaudernd. Es gab auch gute Verkehrsnachrichten: In der Nacht vom 29. zum 30. April verkehrte der erste Nachtbus und verband die Marschgemeinden mit dem S-Bahnhof Wedel. Die Schülerinnen Melanie Peters, Caroline Schöbel und Gina Hartmann hatten dazu die Initialzündung geliefert, mehrere Gemeinden waren aufgesprungen und ermöglichten schließlich die Umsetzung.

Das war eine gute Überleitung zum Thema Engagement und Ehrenamt. „Ohne Ihr Zupacken wäre vieles unmöglich“, bescheinigte die Bürgermeisterin ihren Bürgern. Zwei wurden an diesem Tag als „Hetlingerinnen des Jahres“ ausgezeichnet, Bettina Seifert und Gerlinde Körner. Seifert, DRK-Vorsitzende seit 2005, sei „die gute Seele des Dorfes“, so Riekhof. Mit ihrem Team sei sie immer zur Stelle, wenn es gelte, etwas zu organisieren, sei es für Kinder, Senioren oder Flüchtlinge. Körners Thema ist Sprache. Der „Plattdütsche Krink“ ist ihr zu verdanken. Den Hetlinger Geschichtslehrpfad hat sie mitgeschaffen. Sie gehört zu den Gründern der Laienspielbühne und bringt außerdem den Grundschulkindern das Plattdeutsche nahe.

Ehe Riekhof zum Abschluss der Reden die Höhen und Tiefen des Jahres per PowerPoint als Fotoschau präsentierte, ergriff noch ihr „Vize“ Alexandré Thomßen als Vorsitzender des Finanzausschusses das Wort. Ihm ging es vor allem darum, das 400.000-Euro-Defizit im Haushalt zu rechtfertigen. Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von Hetlinger Sangesschwestern und -brüdern, dem Frauenchor Marsch Mel(l)os und dem Männergesangverein Eintracht.

30.01.2017, Wedel-Schulauer Tageblatt / Uetersener Nachrichten
von Karl Heinz Stolzenburg