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UNESCO Kommune, Klima, BNE

Aktuelles Logo für von der UNESCO 2016 ausgezeichnete Kommunen

Uetersener Nachrichten und Wedel-Schulauer Tageblatt 16.09.2016, von Ute Habekost

Wedel-Schulauer Tageblatt und Uetersener Nachrichten 12.07.2013

Wedel-Schulauer Tageblatt und Uetersener Nachrichten 12.07.2013

Nach einer ersten Registrierung als Akteur auf nationaler Ebene, konnte die Bewerbung für eine erneute Auszeichnung bei der deutschen UNESCO-Kommission erfolgen.

Hier ein Auszug aus der Bewerbung: Unser Dorf - Unsere Zukunft:

"Die Gemeinde Hetlingen ist die kleinste in Deutschland und einzige in Schleswig-Holstein ausgezeichnete Kommune in der UN - Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. 2013 hat der Gemeinderat beschlossen „BNE“ in das Leitbild der Gemeinde aufzunehmen und entsprechend der Nachhaltigkeitsziele zu handeln.
Seitdem haben wir unseren Aktionsraum in allen 5 Handlungsfeldern des Weltaktionsprogramms gefunden und bringen unsere Ziele auf lokaler Ebene (hervorzuheben sind hier: Bildung, Ressourcenschonung, Klimaschutz und Mobilität) voran. Unser großer Vorteil liegt aufgrund der Größe der Kommune (1350 Einwohner) in der Partizipation. Wir beziehen alle Altersstufen ein, nutzen die kurzen Wege.
Der besondere Fokus liegt im Bereich der frühkindlichen Bildung im Elementarbereich. Eine viermalige „Kita 21“- Auszeichnung als „Energiedetektive“ und „Klimaretter“ in den vergangenen fünf Jahren sprechen für sich und gelten als Motivation und Vorbild für eine ganze Region. Aktuell läuft die Bewerbung im Rahmen von "Kita 21" als ´Leuchtturm-Kita`."


Unter folgendem Link: http://www.bne-portal.de/de/akteure/profil/unser-dorf-unsere-zukunft ist die Gemeinde Hetlingen zu finden. Bis zum 17.6. entscheidet die Jury der Deutschen UNESCO-Kommission über Hetlingens Bewerbung für das Weltaktionsprogramm.

Bürgermeisterin Monika Riekhof und azv-Vorstand Christine Mesek bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Bürgermeisterin Monika Riekhof (Dritte von rechts) hatte eine BNE Delegation zu Gast


Kooperationsvereinbarung der Gemeinde Hetlingen mit dem azv Südholstein

Aus Projekten werden Konzepte - unter diesem Motto haben Bürgermeisterin Monika Riekhof und azv-Vorstand Christine Mesek die Kooperationsvereinbarung auf den Weg gebracht.

Beide Vertragspartner fördern die „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und wollen nun gemeinsam durch die strukturelle Verankerung zur Stärkung der regionalen Bildungslandschaft beitragen.

Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde Hetlingen und dem azv Südholstein hat sich die Umwelt AG der Grundschule unter anderem mit den Einsatzmöglichkeiten des Spülwagens vor Ort auseinandergesetzt.
Näheres hier als pdf-Datei. [314 KB]

Hetlingen ist Vorzeigegemeinde
Unesco Frühjahrstagung der BNE-Kommunen im Marschdorf

Bürgermeisterin Monika Riekhof (Dritte von rechts) hatte eine BNE Delegation zu Gast

Großer Bahnhof in Hetlingen: Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) hatte die 21 von der Unesco ausgezeichneten deutschen Kommunen des Projekts „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015 - 2019“ (BNE) eingeladen. Die Arbeitsgemeinschaft diskutierte die Umsetzung des Weltaktionsprogramms sowie ihre weiteren Schritte im nationalen und internationalen Kontext.

Mit dabei waren unter anderen die Referatsleiterin Bettina Schwertfeger aus dem Bundesbildungsministerium, Manfred Beck, Stadtdirektor aus Gelsenkirchen und Leiter des bundesweiten Fachforums Kommunen, sowie Bürgermeister und Verwaltungsmitglieder aus den BNE-Kommunen. In der Arbeitsgemeinschaft sind sowohl große als auch kleine Kommunen gleichberechtigt vertreten, beispielsweise München, Frankfurt und Hamburg, aber auch die 5000-Seelengemeinde Alheim in Hessen und Hetlingen.

Dass Hetlingen durchaus viel zu bieten hat, zeigte Ute Hagmaier vom Abwasserzweckverband (Azv) Südholstein in einem Vortrag über ihre Bildungsarbeit. Die Angebote des Kommunalunternehmens, das das Klärwerk betreibt, richten sich nicht nur an Kinder, sondern sollen bei allen Menschen ein Bewusstsein für die wertvolle Ressource Wasser hervorrufen. Ein Schwerpunkt liegt auf der beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung: Umgesetzt wird diese durch Veranstaltungen und Projekte in den Bereichen Berufsorientierung und Ausbildung.

Bianca Bilgram und ihre Kollegin Julia Viehöfer von der Deutschen Unesco-Kommission stellten ein neues Auszeichnungsverfahren vor, an dem sich alle Kommunen beteiligen können. Aus Japan war Ayako Takao von der Ferris Universität in Yokohama angereist, die derzeit ihre Doktorarbeit über BNE in Deutschland schreibt.

Jürgen Forkel-Schubert aus Hamburg ist der Sprecher der BNE-Kommunen und arbeitet zugleich in einer internationalen Arbeitsgruppe der UNESCO in Paris mit. Er berichtete, dass die Unesco plane, alle Kommunen weltweit dazu aufzurufen, Bildung stärker als ein Instrument für das Voranbringen einer nachhaltigen Entwicklung zu nutzen.

www.bne-portal.de

Wedel-Schulauer Tageblatt, 3.5.2016

Fünfzehn engagierte Hetlinger, darunter Bürgermeisterin Monika Riekhof (2.v.r.), entwickelten zahlreiche Idee für eine nachhaltige Zukunft ihrer Gemeinde.

Frühjahrstagung der BNE-Kommunen in Hetlingen / Schleswig-Holstein

Großer Bahnhof im kleinen Hetlingen: Bürgermeisterin Monika Riekhof hatte die 21 ausgezeichneten deutschen BNE-Kommunen vom 21. - 22. April 2016 in die kleine Gemeinde im Süden Schleswig-Holsteins eingeladen. Die Arbeitsgemeinschaft diskutierte die Umsetzung des Weltaktionsprogramms "Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019" sowie ihre weiteren Schritte im nationalen und internationalen Kontext.

Mit dabei waren u.a. die Referatsleiterin Bettina Schwertfeger aus dem Bundesbildungsministerium BMBF, Dr. Manfred Beck, Stadtdirektor aus Gelsenkirchen und Leiter des bundesweiten Fachforums Kommunen sowie viele Bürgermeister und Verwaltungsmitglieder aus den BNE-Kommunen. In der Arbeitsgemeinschaft sind sowohl große als auch kleine Kommunen gleichberechtigt vertreten, z.B. München, Frankfurt und Hamburg, aber auch Alheim/Hessen, Dornstadt/Ulm und eben Hetlingen. 

Dass Hetlingen durchaus viel zu bieten hat, zeigte Ute Hagmaier vom azv Südholstein in einem Vortrag über ihre Bildungsarbeit. Die Angebote des Kommunalunternehmens, Betreiber des Klärwerks Hetlingen, richten sich nicht nur an Kinder, sondern sollen bei allen Menschen ein Bewusstsein für die wertvolle Ressource Wasser hervorrufen. Ein Schwerpunkt liegt auf der beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung: Umgesetzt wird diese durch Veranstaltungen und Projekte in den Bereichen Berufsorientierung und Ausbildung.

Bianca Bilgram und ihre Kollegin Julia Viehöfer von der Deutschen UNESCO-Kommission stellten ein neues Auszeichnungsverfahren vor, an dem sich alle Kommunen beteiligen können. Aus Japan war Frau Ayako Takao von der Ferris Universität in Yokohama angereist - sie schreibt derzeit ihre Doktorarbeit über BNE in Deutschland bei Prof. De Haan in Berlin und berichtete zur BNE aus ihrer Heimat. 

Jürgen Forkel-Schubert aus Hamburg ist der Sprecher der BNE-Kommunen und arbeitet zugleich in einer internationalen Arbeitsgruppe der UNESCO in Paris mit. Er berichtete, dass die UNESCO plane, alle Kommunen weltweit dazu aufzurufen, Bildung stärker als ein Instrument für das Voranbringen einer nachhaltigen Entwicklung zu nutzen. Dabei gilt die Zusammenarbeit der deutschen BNE-Kommunen in Paris als großes Vorbild - womit die kleine Gemeinde Hetlingen unmittelbar auf der internationalen Ebene angekommen wäre!

Am Rande der Tagung bestaunten die Gäste nicht nur die wunderschönen Schachblumenwiesen in der Haseldorfer Marsch, sondern genossen auch die ausgezeichnete regionale Küche und die große Gastfreundschaft der Menschen.

27.04.2016
Pressemitteilung des Sprechers der Bundesarbeitsgruppe der
ausgezeichneten BNE-Kommunen, Jürgen Forkel-Schubert

Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Entwicklung ist besonders wichtig für die Jugend.
Der BNE - Workshop beim azv Südholstein mit dem folgenden Pressebericht und Bildern:

Am 25.04.2015 fand ein BNE-Workshop „Nachhaltige Mode - Ein Widerspruch?“ für die Jugendlichen statt.

Workshop zum Thema „Nachhaltige Mode – ein Widerspruch?“ mit dem Kinder- und Jugendbeirat

Am 25. April war Tina Müller von der Copenhagen Business School in unserer Grundschule zu Gast. Aufgrund unserer UNESCO-Auszeichnung in der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE, hat sie für interessierte Jugendliche einen Workshop zum Thema „Nachhaltige Mode - ein Widerspruch?“ angeboten.
Dieser baut auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite auf, die Grafiken und Filme dienten hervorragend der Anschaulichkeit der umfassenden Themen.
Im Mittelpunkt standen dabei die Produktionskette unserer Kleidung und die Problematiken in den involvierten Ländern, aber auch die Möglichkeiten für eine Weiternutzung nicht mehr benötigter Kleidung. Bei uns Teilnehmern wurde das Bewusstsein geschärft, dass Spenden, Verkaufen und Tauschen für alle Beteiligten bessere Alternativen zum Trend der „Wegwerfmode“ sind.
Ich bin mir sicher, dass der Verbraucher durch solche Bildungsmaßnahmen dazu befähigt wird, verantwortlich im Sinne jetziger und zukünftiger Generationen zu handeln. Dieses nachhaltige Handeln muss bei jedem ganz persönlich anfangen, nicht „von Oben“ vorgeschrieben werden. Und genau das ist BNE, wie es in der Gemeinde gelebt wird, wie es verstetigt und ausgebaut werden soll. Als Kinder- und Jugendbeirat wollen wir daran arbeiten.

Julius Körner
Vorsitzender des Kinder- und Jugendbeirates

Uetersener Nachrichten, 24.09.2015

Titelblatt Pinneberger Tageblatt 24.09.2015

Klimaschutz von den Jüngsten
20 Kindertagesstätten haben eine ausgezeichnete Umweltprojektarbeit, „Kita 21 – Die Klimaretter“ soll weiterlaufen.
„Was Sie hier leisten, ist es, der Politik mit konkreten Projekten zu zeigen, wie es geht“, sagte Landesumweltminister Robert Habeck (Grüne) zu den Vertretern der 20 Kitas aus der Region, die gestern in Hetlingen als „Kita 21“ ausgezeichnet wurden. Die Mitarbeiter in den Kitas hatten gemeinsam mit ihren Schützlingen Themen wie Mobilität, Energie, Ernähung, Abfallvermeidung oder biologische Vielfalt behandelt. In der Wedeler Kita Spatzennest begann das Projekt mit einem Blick in die Brotdosen – dabei wurde die Verpackung des mitgebrachten Essens untersucht. Im Anschluss probierten die Kinder, wie Abfall zersetzt wird. Versuche wie diese wurden in den meisten der Kindertagesstätten unternommen. Außerdem konnten die Kinder direkt vor Ort in Hochbeeten oder aber auch in der Umgebung Natur erleben und begreifen. „Was die Kinder jetzt mitbekommen, werden sie schwer wieder los werden“, sagte Minister Habeck, der die Schirmherrschaft für „Kita 21 – Die Klimaretter“ übernommen hat. Das Thema Klimaschutz sei nicht nur vermittelt, sondern auch gelebt worden.

Einige Kitas wiederholt ausgezeichnetDer Kindergarten Hasenbusch aus Elmshorn und die Elmshorner DRK Kita Zum Krückaupark erhielten bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung als Kita 21. Die Hetlinger Kita wurde zum vierten Mal Kita 21. Gemeinsam wurde die Frage „Wo wächst die Wurst?“ bearbeitet und den Kindern mit einem Hochbeet auf dem Kita-Gelände sowie Ausflügen gezeigt, wo und wie Lebensmittel entstehen. „Die beteiligten Kitas zeigen eindrucksvoll auf, welche Initiativen und Vernetzungen möglich sind“, sagte Helmuth Kruse (Grüne), Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung des Kreises Pinneberg. Das Modellprojekt von azv Südholstein, Kreis Pinneberg und S.O.F Save Our Future – Umweltstiftung läuft in diesem Jahr aus. Das Projekt wurde drei Jahre lang von der Aktivregion Pinneberger Marsch und Geest mit 100.000 Euro gefördert. In seiner Rede sprach Kruse Jürgen Manske, Vorsitzenden der Aktivregion, direkt an, ob es so weiter gehen würde. „Ja“, lautete die Antwort von Manske. Mehr als 2600 Jungen und Mädchen seien inzwischen über das Projekt erreicht worden. Pädagogische Fachkräfte aus 60 Kitas ließen sich fortbilden. Nach der dreijährigen Aufbauarbeit soll das Projekt nun fest in der regionalen Bildungslandschaft verankert werden. Künftig wird auch die Gesellschaft für Abfallwirtschaft (GAB) dabei sein.

Kita Stephanskirche aus Schenefeld, DRK Kita Spatzennest aus Wedel, DRK Kita Turnstraße aus Elmshorn, Kindergarten Hasenbusch aus Elmshorn, DRK Kita Hedwig-Kreutzfeld-Weg aus Elmshorn, DRK Zukunftskindergarten aus Kölln-Reisik, DRK Kita Zum Krückaupark aus Elmshorn, DRK Kita Friedlandstraße aus Tornesch, DRK Waldkindergarten WaldZauber aus Moorrege, DRK Kinderhaus Moorrege, DRK Kita Talstraße aus Quickborn, DRK Kita Schulweg aus Rellingen, DRK Kita Hempbergstraße aus Rellingen, Kita Elb Arche aus Haseldorf, DRK Kita Hetlingen, Kita Albert Schweitzer aus Norderstedt, Kinderhaus Leege aus Norderstedt, DRK Kita Märchenwald aus Kaltenkirchen, Kindergarten Elbbande aus Glücksstadt, Kindergarten Deichbande aus Glücksstadt.

Wedel-Schulauer Tageblatt, 24.09.2015, von Geertje Meyer

Auf dem Foto sind neben den Grundschülern der 3.und 4. Klasse ihre Klassenlehrerin Frau Quedenbaum, Diana Gerhartz und Jana Helbing von der „Essen statt vergessen“-AG, Ellen Witte von der Firma Fields, die Mitglieder der ARGE Umweltschutz und rechts Bürgermeisterin Monika Riekhof. Monika Riekhof hat die Netzwerkarbeit geleistet und alle für das Gesamtprojekt ins Boot geholt.
Zeitungsartikel aus dem Wedel-Schulauer Tageblatt, 13.05.2015 von Kirsten Heer "Anschauungsunterricht, Hochbeete zeigen Nachhaltigkeit" - hier als pdf-Datei [24 KB] .

Wedel-Schulauer Tageblatt, 13.05.2015, von Kirsten Heer
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02.05.2015 von Thomas Pöhlsen, Uetersener Nachrichten
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Dankschreiben von Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, an Bürgermeisterin Monika Riekhof als pdf-Datei zum Download [195 KB] .
Hier ein Auszug: "Die Kommunen nehmen bei der Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung eine zentrale Rolle ein, denn sie schaffen nachhaltige Realitäten, die sich unmittelbar auf das Lebensumfeld ihrer Bürgerinnen und Bürger auswirken. Dafür danke ich Ihnen und stellvertretend allen, die sich in Ihrer Kommune mit Projekten und Maßnahmen einbringen, herzlich."

Nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene durch Bildung voranbringen!
Erklärung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der als Offizielle Kommunen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichneten Städte und Gemeinden

Hier finden Sie den Link zum Schriftsatz der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. [1.421 KB] als pdf-Datei zum Download.

Der Schriftsatz wurde unter Mitarbeit von Barbara Ostmeier erstellt.

 

Ein Dorf macht vor, wie's mit nachhaltiger Bildung klappt
Einfach vorbildlich: Als erste Gemeinde in Schleswig-Holstein ist Hetlingen als Kommune der Weltdekade für Bildung mit nachhaltiger Entwicklung ausgezeichnet. Im Dorf engagieren sich viele für den Nachwuchs.

Die Hetlinger hissen stolz die neue Fahne, die das Dorf zusammen mit der Auszeichnung von der Unesco erhielt (Foto: Katy Krause)
Hetlingen. Mit einem offenen Wasserhahn in der Hetlinger Kita fing es an. "Wir haben geredet und geredet, doch es hat sich nichts geändert. Da haben wir uns überlegt, dass wir unser Verhalten verändern müssen", erinnert sich Tracey Schulz-Ritter vom DRK-Kindergarten im Dorf. "Wir haben uns dann mit dem Thema Wasser intensiv befasst. Danach haben die Kinder untereinander darauf geachtet, dass der Hahn zugedreht wird." Genau das ist Kern der Idee "Bildung mit nachhaltiger Entwicklung" und auch das Motto der aktuellen UN-Dekade.

Da sich die Hetlinger Kita-Erzieher auf dem Erfolg nicht ausruhten und weitere zahlreiche Vereine und Verbände im Ort am Deich sich dafür stark machten, dass der Nachwuchs früh mit Themen wie Klimawandel und Umweltschutz in Berührung kommt, verlieh die deutsche Unesco-Kommission der 1300-Seelen-Gemeinde jetzt eine Auszeichnung. Ab sofort darf sich Hetlingen als Gemeinde der Weltdekade bezeichnen. Ein Titel, den keine andere Gemeinde im nördlichsten Bundesland von der Unesco verliehen bekam, und die deutschlandweit bislang nie an einen solch kleinen Ort vergeben wurde.

Umso stolzer ist Bürgermeisterin Barbara Ostmeier, die mit einer Delegation kürzlich zur feierlichen Ernennung nach Frankfurt am Main reiste. "So ein Ereignis hat man nicht alle Tage. Es ist schön, als kleine Gemeinde einmal für größere Städte Vorbild sein zu dürfen", so Ostmeier. Warum die Wahl auf Hetlingen fiel? "Das Engagement der kleinen Gemeinde Hetlingen und die vielfältigen Initiativen im Bereich der 'Bildung für nachhaltige Entwicklung' haben die Jury sehr beeindruckt, und es war keine Frage, dass die Gemeinde Hetlingen diese Auszeichnung erhält", lobt Professor Gerhard de Haan als Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade in seiner Begründung.

Tatsächlich erstreckt sich die Liste, auf der die Gemeinde die in diesem Bereich engagierten Vereine und Verbände für die Bewerbung aufzählt, über mehrere Seiten. Unter anderem stellt die Gemeinde Dächer für Solaranlagen zur Verfügung. Der Stromerzeuger auf dem Kita-Dach ist zum Beispiel eigens mit einer Anzeigetafel gekoppelt, die den Kindern zeigt, wie viel Strom die Sonne gerade erzeugt und wie viel Energie beispielsweise der Backofen davon frisst. In der Grundschule Haseldorfer Marsch bieten Arbeitsgruppen den Schülern und Eltern an, zu erlernen, wie sie mit heimischen Produkten kochen und sich dabei gesund ernähren. Unter dem Motto "Natur auf der Spur" widmeten sich die Schüler zudem dem Bau von Insektenhotels, legten Beete an und belebten den Schulwald. Sowohl der örtliche Nabu als auch die Mitglieder des Plattdeutschen Krinks unterstützten den Unterricht mit Lesungen und Umweltaktionen. So zeigte auch Imker Stephan Behrens den Kindern am praktischem Beispiel, wie wichtig Bienen für die Natur sind.

"Es geht bei Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur um den Umweltgedanken, sondern auch um die Pflege von Traditionen, das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Natur sowie den demografischen Wandel", so Ostmeier. Für sie sei es wichtig, dass die Kinder früh das Rüstzeug bekämen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Weil das in Hetlingen ausgesprochen gut gelingt, gab es die Auszeichnung, die das Dorf bereits sichtbar prägt. Vor der Feuerwache an der Hauptstraße weht die Fahne, die Hetlingen als UN-Dekaden-Gemeinde erhielt. Außer der Ehre gab es auch einen Stempel, der auf die offiziellen Schreiben kommt, sowie eine Messingtafel, für die noch ein Platz gesucht wird. Geld ist mit der Auszeichnung nicht verbunden. Trotzdem schätzt Ostmeier den Wert des Unesco-Titels hoch ein. Die Gemeinde werde zu Workshops eingeladen und erfahre so von Fördermöglichkeiten. "Das öffnet den Blick."

Ideen, wie Hetlingen den Erfolg weiterführen kann, gibt es bereits zahlreiche. Unter anderem möchte Bürgermeisterin Ostmeier die Einzelaktionen stärker verbinden und als Gemeinde ein Konzept erarbeiten, das unter einem Motto oder Leitsatz stehen könnte. Zudem sollen die guten Ansätze aus dem Kindergarten in den älteren Jahrgängen aufgegriffen und fortgeführt werden. "Wir sind im Gespräch mit der Grundschule, inwieweit man sich vorstellen könnte, an der schleswig-holsteinischen Initiative Zukunftsschule mitzuwirken", so Ostmeier.

Außerdem könnten Kinder und Jugendliche den geplanten Spielplatz im Neubaugebiet Achter de Kark während eines Ferienprojekts selbst gestalten. Ostmeier: "Das ist wie ein Schneeball, den man ins Rollen bringt und dem sich immer mehr anschließen. Hetlingen trägt dazu bei, die Idee weiterzutragen. Wir werden nicht die einzige UN-Dekaden-Gemeinde in Schleswig-Holstein bleiben."

27.11.2013 Hamburger Abendblatt / Pinneberger Zeitung, Onlineausgabe, von Katy Krause

Hetlingen ist Unesco-Kommune

Auszeichnung: Am Sonntag wurde das Dorf in Frankfurt offiziell zur Kommune der UN-Dekade erklärt
Hetlingen. Seit Sonntag darf sich die Gemeinde Hetlingen „Offizielle Kommune der UN-Dekade ‘Bildung für nachhaltige Entwicklung’“ (BNE) nennen. Damit ist das Dorf die einzige schleswig-holsteinische und insgesamt kleinste bisher ausgezeichnete Dekade-Kommune.

Gestern hat Bürgermeisterin Barbara Ostmeier den undotierten Preis vorgestellt und gemeinsam mit rund 20 großen und kleinen Bürgerinnen und Bürgern die Fahne gehisst, die sie während der Auszeichnung in Frankfurt entgegengenommen hat.

Seit 2005 zeichnet die Unesco regelmäßig Kommunen, Firmen und Einrichtungen aus, die das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung in vorbildlicher Weise verankert haben. Die Anregung, dass sich auch die Gemeinde Hetlingen bewerben könne, kam vom azv Südholstein, dessen Verwaltungsratsmitglied Barbara Ostmeier ist. „Wir haben die Gemeinde unter die Lupe genommen und geschaut, was zu diesem Thema passt. Und dabei ist ein erfreulicher Katalog zusammengekommen“, sagte die Bürgermeisterin. Das Elbkinderland wurde im Bewerbungsbogen ebenso aufgelistet wie die Umwelt- und Klimaprojekte in Schule und Kindergarten, aber auch privates Engagement wie die Bürgersolaranlage auf dem Dach des Kindergartens.

Barbara Ostmeier reizt an dem Thema nachhaltige Bildung vor allem, dass die Idee dahinter „nicht ideologisch besetzt ist.“ Gedacht ist die Auszeichnung darüber hinaus als Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, den Ist-Zustand kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Geht es nach Hetlingens Bürgermeisterin, dann werden die BNE in das Leitbild der Gemeinde integriert, Aktivitäten stärker als bisher miteinander vernetzt. „Vielleicht gelingt es uns sogar, ein eigenes Konzept zu entwickeln, um das Thema zu beflügeln.“ Das deckt sich mit Plänen des Kreises Pinneberg, der ebenfalls an einem BNE-Konzept arbeitet. „Wir werden versuchen, uns da einzuklinken und hoffen auf neue Ideen“, so Barbara Ostmeier. Profitieren wird Hetlingen von der ideellen Auszeichnung in jedem Fall. „Das Schwerpunktthema Bildung für nachhaltige Entwicklung macht unsere pädagogischen Einrichtungen und die Gemeinde attraktiver.“

Sichtbares Zeichen ist die Fahne, die seit gestern zusammen mit der der Gemeinde vor der Mehrzweckhalle weht. Bürger, die bei dem Treffen gestern nicht dabei waren, können den Erfolg dennoch zusammen mit der Bürgermeisterin feiern. Im Januar steht das Thema im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs.

Uetersener Nachrichten Online Ausgabe vom 26.11.2013 21:43, von Claudia Ellersiek

Wedel-Schulauer Tageblatt 27.11.2013
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Stadt – Markt – Dorf. Drei neue Kommunen der UN-Dekade ausgezeichnet
„Bildung für nachhaltige Entwicklung„ als Leitprinzip kommunaler Politik


Die Stadt Solingen, der Markt Eggolsheim und die Gemeinde Hetlingen dürfen sich Offizielle Kommunen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung„ (BNE) nennen. Die Deutsche UNESCO-Kommission vergibt die Auszeichnung erstmals an die drei Kommunen für den Zeitraum 2013/2014. Die offizielle Ehrung findet im Rahmen des Runden Tischs der UN-Dekade am 25. November 2013 in Frankfurt am Main statt.

Mit ihren gut 1300 Einwohnern ist die Gemeinde Hetlingen im Kreis Pinneberg die kleinste bisher ausgezeichnete Dekade-Kommune. Ein besonderer Fokus liegt auf der Elementarbildung. „Insbesondere im frühkindlichen Alter, in Kindergarten und Grundschule, leistet BNE einen Beitrag, unseren Kindern das Rüstzeug mitzugeben, zukünftige Herausforderungen wie Klimawandel, demographischer Wandel und Bewahrung der Natur kompetent zu meistern", sagt Barbara Ostmeier, Bürgermeisterin der Gemeinde. So gilt Hetlingens Kindertagesstätte, deren Erzieherinnen mehrere BNE-Fortbildungen absolviert haben, als regionales Vorbild.

Mit der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, dieses Bildungskonzept zu stärken. In Deutschland koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission nach einem einstimmigen Bundestagsbeschluss die Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Umsetzung der UN-Dekade in Deutschland. Das Nationalkomitee, dem zahlreiche Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft angehören, wirkt als Mittler zwischen Initiatoren und Akteuren der Dekade. Bislang wurden über 1.800 vorbildliche Projekte, 37 Maßnahmen und 21 Kommunen ausgezeichnet.


Hier finden Sie das Schreiben der deutschen UNESCO Kommission [295 KB] als pdf-Datei.

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