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775 Jahrfeier Hetlingen

Grußwort von Bürgermeister Walte Rissler aus Holm

775 Jahre Gemeinde Hetlingen

Verehrte Frau Bürgermeisterin Riekhof, liebe Hetlinger Bürger und Bürgerinnen und verehrte
Gäste.

Im Namen der Gemeinde Holm bedanke ich mich herzlich für die Einladung und überbringe
die Grüße und Glückwünsche aus Holm. In meinen 28 Jahren als Bürgermeister habe ich 3
Bürgermeister und eine Bürgermeisterin aus Hetlingen erlebt. Besonders bei Barbara
Ostmeier möchte ich mich für die offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken.
Danke Barbara!

Der Elbstrom hat die Hetlinger Bürgerinnen und Bürger geprägt. Sie sind selbstbewusst, sie
sind offen, liebenswert und haben im Gemeinderat eine besondere Streitkultur entwickelt.
Da freut sich die Verwaltung! Sie singen gern - Männergesangverein Eintracht und die
Marsch Mel(l)os. Sie tanzen gern - Hetlinger Deerns, eine Augenweide für uns Männer.
Für die tollen Kostümewurde extra ein Kostümraum von der Aktiv-Region gefördert.
Sie fördern die Plattdeutsche Sprache im plattdeutschen Krink. Kann die neue
Bürgermeisterin plattdeutsch? Das wäre sonst mal ein Versuch wert!

Unsere beiden Dörfer haben viele Gemeinsamkeiten:
Die Holmer Jugendfeuerwehr wird durch Hetlinger Kinder verstärkt, klappt wunderbar.
Unser Holmer Jugendpfleger Svens Kahns macht 1 Tag pro Woche in Hetlingen aktive
Jugendarbeit. Holmer Bürger sind in Hetlinger Vereinen aktiv. Und auf dem Holmer Friedhof finden
die Hetlinger Bürger ihre letzte Ruhe.

Liebe Frau Bürgermeisterin Riekhof,
wir haben viele Gemeinsamkeiten. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mich in
Holm mal im Gemeindebüro besuchen würden; Dienstag morgen oder Donnerstag
Nachmittag und es gibt immer eine Tasse Kaffee.

Und nun zum Geschenk:
In dieses Kuvert habe ich einen Laubbaum eingetütet. Er wächst noch in einer Holmer
Baumschule und es bleibt dem Umweltausschuß genügend Zeit, Art des Baumes und
den Standort festzulegen.

775-Jahre Hetlingen, ein besonderer Grund zum Feiern!
Ich wünsche der Gemeinde Hetlingen zur 775-Jahr-Feier Alles Gute.

Euer Nachbarbürgermeister
Walter Rissler

775 JAHRE HETLINGEN : Ein Dorf in Feierlaune
Bunter Festumzug, Schlangenschau und Feuerspucker: Ein Dorf wird 775 Jahre alt und präsentiert sich jung und quicklebendig.

Statt Blumenstäben in der Hand hatten die Hetlinger Grundschüler beim diesjährigen Kindergrün einen bunten Festumzug mit halb Hetlingen im Schlepptau. Zum 775-jährigen Dorfjubiläum hat sich die Marschgemeinde am Wochenende mit Parade, Festzelt, Party, Kinderprogramm, Sport-Spiel-Wettkampf, Gottesdienst und Empfang selbst gefeiert.

Für einen Schreckmoment sorgte die Alarmierung der Feuerwehr. Die Blauröcke, die beim Umzug mitmarschiert waren und Getränke ausschenkten, mussten ausrücken – drei Menschen mit Jolle auf der Elbe in Lebensgefahr. Eine halbe Stunde später war die Truppe wieder zurück. Die Rettung ging von Stade aus.

Fotogalerie:
http://www.shz.de/lokales/wedel-schulauer-tageblatt/feierlichkeiten-zum-775-geburtstag-von-hetlingen-id7076526.html

Der Spitzenplatz der Parade gebührte trotz größerer Umzugs-Dimension den diesjährigen „Champions“ des Kindergrüns. Henri (7), Nina (7), Jolina (8) und Torben (9), sowie die zehnjährigen Tim und Svenja hatten sich gegen sechs konkurrierende Mannschaften bei Spielen wie Eierlauf, Pflanzenraten und Fußballsolo durchgesetzt. Vor ihrem Treckergespann kündigte der Moorreger Musikzug den Tross mit Liedern wie „What shall wie do with a drunken sailor“ an – auf den Gefährten hinter ihnen, fleißig winkend und Bonbons werfend, die übrigen Grundschüler, Lehrer und Rektor Joachim Kähler, begleitet von Eltern und Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU).

Der Wassersportverein präsentierte sich mit Boot, Pirat und Meerjungfrau. Aus dem Räucherofen des Angelsportvereinwagens qualmte es kräftig. Die DRK-Frauen hatten sich mit alten Schwestern-Trachten in Schale geworfen. Die Hetlinger Unternehmer trugen in Anlehnung an ihren Weihnachtsmarkt trotz Hitze Weihnachtsmützen. Die christlichen Pfadfinder hielten ihre Fahnen hoch.

Beim „Marschtreff“ gab es Wasser für die Umzügler. Bandreißer, Männergesangverein und HMTV-Sportler hatten schmucke große Wagen, die Arge-Umweltschützer hingegen zogen einen Bollerwagen. Kostümiert lieferten sich die Damen der Laienspielbühne, in farbenfrohen Kleidern, und die partylaunigen „Deerns“, in flippigen Dicooutfits, ein Fernduell des Enthusiasmus und winkten und strahlten mit großer Ausdauer.

Die Jugendbeiräte Julius Körner (16), Florian Kleinwort und Leon Gerhartz (13) verteilten 1000 Geburtstagsbuttons: „Ich bin dabei“.

Die Grundschüler erlebten in der Turnhalle ein besonderes Kindergrünprogramm: Bei „Amiras Schlangenschau“ konnten die Kinder auf Tuchfühlung mit einer Albino-Python gehen. „Rick der Kettensprenger“ spuckte Feuer und machte seinem Namen alle Ehre. Draußen konnte bei den Pfadfindern Bogenschießen erprobt werden.

Beim erstmaligen HMTV-Wettbewerb „Schlag die Sparten“ holte Fabian Pieper mit Assistent Meik Jürgensen in zehn Spielen wie Flaschenschieben mit dem Fuß, Dauerseilspringen oder Weintraubenauffangen mit dem Mund für die Tischtennis-Herren vor Lasse Wolff (Fußball-Junioren) und Johann von Kügelgen (Tennis-Jugend) den Sieg. Mit Disco und DJ wurde im Festzelt bis in die Nacht gefeiert.

Mit einem Festgottesdienst ging es am Sonntagmorgen in der Hetlinger Kirche weiter. Unter den etwa 250 Gästen beim Empfang im Zelt hinter der Schule waren zahlreiche Bürgermeister aus den Nachbargemeinden. Riekhof – erst seit zwei Wochen im Amt – bestand ihre Feuertaufe als Rednerin mit Bravour. Blumen und eine herzliche Umarmung hatte sie für ihre Vorgängerin. CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier hatte wie berichtet überraschend im Mai ihr Amt niedergelegt.

SPD-Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann sorgte für Lacher, als er sagte: „Hetlingen hat etwas vom berühmten gallischen Dorf.“

Wedel-Schulauer Tageblatt, Onlineausgabe, 7. Juli 2014, von Andrea und Johannes Stange